VIBES zum Paradoxon Kinder im Krieg

Die letzten Glühwürmchen, 1989, Isao Takahata

Die letzten Glühwürmchen, 1989, Isao Takahata

Die letzten Glühwürmchen
Regie: Isao Takahata
Erscheinungsjahr: 1989, Japan
Länge: 90 Min.

Die im Japan des Jahres 1945 zerbombte Stadt Kobe hinterlässt die Waisenkinder Setsuko und Seita, dessen Leben von dort an von der Suche nach Nahrung, um zu überleben, geprägt ist. Die vierjährige Setsuko wird immer schwächer, bis ihr Körper schließlich aufgibt. Der 14jährige Seita, der die Geschichte rückblickend erzählt, verliert mehr und mehr den Lebensmut.
Die letzten Glühwürmchen gilt als meisterliche Erzählung über Kinder im Krieg. Die arte- Redaktion schreibt dazu: „Der sensible und leise erzählte Film betont gerade nicht die tragischen, sondern die stillen Momente, die Momente des Glücks. (…) Der Realismus von Die letzten Glühwürmchen zeigt ein besiegtes Japan, ein Japan in Ruinen, und steht in Kontrast zum Genre des Zeichentrickfilms, der ein Produkt der Fantasie ist. Genau dieser Kontrast macht den besonderen Reiz des Films aus.“ – Dem möchte ich mich anschließen und Ihnen den Film ans Herz legen. Systemisch ist vielleicht (auch) an diesem Film, dass er das Kindliche in einem Kontext zeigt, der selbst für Erwachsene kaum zu bewältigen ist und somit seinen Blick auf wenig Beachtetes und Beachtete richtet. Bis zum 14.5.15 ist er in der arte- Mediathek noch als VoD anzusehen.

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