VIBES zum Unsichtbaren im System

crowds2_darkangel0ne[1]Die Veranstaltungsreihe „Crimes against Reality“ der Universität Hamburg im Mai 2015 hatte prominente Gäste. Unter anderem auch den amerikanischen Soziologen und Kriminologen Prof. Jeff Ferrell, der in seinem sehr zu empfehlenden Vortrag „Ghost Ethnography: On Crimes against Reality and their Excavation“ über Zugehörigkeit vs. Nicht- Zugehörigkeit zum gesellschaftlichen Leben und dem daraus entstehenden „Geister- Dasein“ eines großen Teils der städtischen Bevölkerung erzählt. Er nutzt zwar keinen explizit systemtheoretischen Wortschatz, in solchem lässt es sich aber vielleicht wie folgt beschreiben: Er begreift die Stadt als ein soziales System, das mit der Unterscheidung Teilhabe am sozialen Leben vs. Nicht- Teilhabe operiert. Die Stadtdynamik wird dargestellt als Ansammlung von Orten und Situationen, an denen Menschen aufgrund von Verboten oder es-sich-nicht-leisten-können ausgeschlossen werden (Menschen mit kriminellen, obdachlosen, arbeitslosen oder Migrations- Hintergrund) und die es dennoch gibt – als „Ghosts“ im System. Sie hinterlassen nämlich Spuren, wie die Graffiti – Sprayer, dessen Arbeitsprozess wir nicht mitbekommen, nur ihre Spuren, die sie über Nacht erstellen.
Diesen und sehr viele weitere interessante Aspekte werden von dem begeisternden und begeisterten Ferrell aufgezeigt. Ein zum Nachdenken anregender Vortrag, den es – der Hamburger Uni sei an dieser Stelle herzlich gedankt – hier online anzuschauen gibt. Prof. Ferrell trägt in englisch vor, ist aber sehr gut zu verstehen!

(GIF- Animation von DarkAngelOne)

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