VIBES zur doppelten Kontingenz der sozialen Welt im Kino

Louder than Bombs
Regie: Joachim Trier
Erscheinungsjahr: 2015, Norwegen/Frankreich/Dänemark
Länge: 109 Min.

Drei Jahre nach dem tödlichen Unfall der Fotografin Isabelle Reed soll eine Retrospektive ihrer Arbeiten stattfinden. Die unterschiedlich vom Tod geprägten Familienmitglieder müssen sich unter dem Zeitdruck den verschiedenen Wahrheiten stellen, sie kommunikativ hervorbringen und miteinander verbinden.
Der FilmDienst 01/2016 (S.28/29) zitiert Luhmann zum Film:

Die Figuren müssen das lernen, was Niklas Luhmann als „doppelte Kontingenz der sozialen Welt“ beschrieb: „Perspektiven eines anderen als mögliche eigene zu erkennen und zu übernehmen ist mir nur dann möglich, wenn ich den anderen als ein anderes Ich erkenne. Darin liegt die Garantie der Selbigkeit unseres Erlebens (…) Er kann sich irren, er kann sich täuschen, er kann mich täuschen. Seine Intention kann meine Enttäuschung sein. Der Preis für die Übernahme fremder Perspektiven ist, so könnte man überspitzt formulieren, deren Unzuverlässigkeit.“ (Rechtsoziologie, 1983)

Der Film bietet eine Perspektive auf Luhmanns Worte an, die vermutlich eine andere ist als die eines Fachmannes, einer Fachfrau aus dem systemisch arbeitenden Kontext. Wer neugierig ist wie eine Interpretation des Luhmann-Zitats mit filmischen (!) Mitteln (!) aussehen könnte, der sei hingewiesen auf den Film. Der deutsche Trailer als Vorgeschmack, in dem man auch mitbekommt, dass Perspektivwechsel nicht ohne Emotionen geschieht:

Ein Gedanke zu „VIBES zur doppelten Kontingenz der sozialen Welt im Kino

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