VIBES zum Dialog oder die Frage: Welcher Körper aus welcher Perspektive in welchem Kontext in welcher Entfernung beobachtet hier eigentlich gerade?

Dass auch der Körper in Gesprächen mit erzählt, ist ein Geheimnis mit langem Bart. Dass aber auch der Körper mit ZUHÖRT, kann vielleicht eine neue Perspektive sein sich mit Non-Verbalem zu beschäftigen und letztlich über das Beobachten neu nachzudenken. Vielleicht, ganz vielleicht, könnte da ein Beitrag über die Schnitt – und Kamerakunst der Coen-Brüder (Fargo, 1996; The Big Lebowski, 1998; Inside Llewyn Davis, 2013 u.v.a.) in ihren Dialogszenen behilflich sein.
Tony Zhou erklärt im folgenden englischsprachigen Clip mit vielen visuellen Beispielen, wie Kamerapositionierung, Linseneinstellung und Schnitttechnik wesentlich zum Inhalt einer dialogischen Filmszene beitragen. Es geht darum, mit welchen Einstellungen Aufmerksamkeit auf welche Gesprächs – und damit auch auf Personendetails gelenkt werden, welche Nähe und Stimmung unterschiedliche Kamerapositionierungen herstellen können, wie eine weite Einstellung die Kontextinformationen mit in die Szene einbezieht und damit ihre Personen non-verbal Charakter verleiht und darum, wie ein guter Schnitt den Gesprächsrhythmus und damit die ganze Dynamik und Bedeutsamkeit einer Szene beeinflussen kann. Mich persönlich hat das kurze Video angeregt über Beobachtung nachzudenken, wie entscheidend für eigene Einstellungen und den Gesprächsverlauf das Setzen und der Wechsel eines Fokus ist. Vielleicht ist ja auch etwas Neues und Anregendes für Ihre Beobachtungen dabei?

 

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