VIBES zu Form, Kontext und Handlung

triadisches-ballett

Das Triadische Ballett hat eine mythenvolle Entstehungsgeschichte. Auch bezüglichen seiner Autoren und Orte. Eine entscheidende Mitarbeit trug jedoch Oskar Schlemmer, Bauhaus-Maler, mit dessen Namen Das Triadische Ballett eng verknüpft ist. In den 20er Jahren wurde es an unterschiedlichsten Orten und mit der Musik verschiedener Komponisten aufgeführt.
Schlemmers Idee im Tanz die Einschränkung der Bewegung durch Form zu thematisieren, war zu der Zeit neuartig und ist vielleicht auch heute noch irgendwie konträr zur Vorstellungen eines Ballett.
Auf systemVIBES taucht das Ballett deshalb auf, weil es vielleicht die enge Verbindung von Form und möglicher Bewegungsart sowie den Handlungsraum veranschaulicht. Die Figuren agieren in ihrem Formenkostüm in der Art, in der es ihnen möglich ist: vom reinen Raumtanz bis hin zu ausdifferenzierteren Gestentänzen. Auch Interaktionen mit weiteren Form-Tänzern ist mal mehr, mal weniger eingeschränkt. Interessant ist auch die Wirkung der Figurformen im Kontext der Hintergrundform. Wie wirkt das spiralförmige Kostüm auf einem runden Hintergrund, wie das Quadrat? Oder der Farbe: Wie viel Aufmerksamkeit bekommt das Blau vor dem gelben Hintergrund, wie viel das Orange? Welche Operationen sind möglich, eingeschränkt? Was wird im nächsten Teil verändert? Welche Auswirkung hat das auf Formwahrnehmung und Handlungsmöglichkeit?

Auf YouTube sind einige Videos zum Triadischen Ballett verfügbar.

 

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