VIBES zum Neuen im Bekannten

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Screenshot vom ZEIT MAGAZIN online

„Bei dieser Übung geht es darum spontan einen Gegenstand auszuwählen und ihn so lange anzustarren bis durch einen ungewohnten Winkel oder speziellen Lichteinfall et cetera eine neue Bedeutung entsteht, die ich dann in einer einfachen Zeichnung zu enthüllen versuche. Es ist eine Übung des Sehens, und die größte Herausforderung ist, mich von der eigentlichen Funktion des Gegenstandes frei zu machen.“

Christoph Niemann, Illustrator, in einem Interview über die Angst der Kreativen, zu lesen und anzusehen auf ZEIT MAGAZIN-online.

VIBES zu Form, Kontext und Handlung

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Das Triadische Ballett hat eine mythenvolle Entstehungsgeschichte. Auch bezüglichen seiner Autoren und Orte. Eine entscheidende Mitarbeit trug jedoch Oskar Schlemmer, Bauhaus-Maler, mit dessen Namen Das Triadische Ballett eng verknüpft ist. In den 20er Jahren wurde es an unterschiedlichsten Orten und mit der Musik verschiedener Komponisten aufgeführt.
Schlemmers Idee im Tanz die Einschränkung der Bewegung durch Form zu thematisieren, war zu der Zeit neuartig und ist vielleicht auch heute noch irgendwie konträr zur Vorstellungen eines Ballett.
Auf systemVIBES taucht das Ballett deshalb auf, weil es vielleicht die enge Verbindung von Form und möglicher Bewegungsart sowie den Handlungsraum veranschaulicht. Die Figuren agieren in ihrem Formenkostüm in der Art, in der es ihnen möglich ist: vom reinen Raumtanz bis hin zu ausdifferenzierteren Gestentänzen. Auch Interaktionen mit weiteren Form-Tänzern ist mal mehr, mal weniger eingeschränkt. Interessant ist auch die Wirkung der Figurformen im Kontext der Hintergrundform. Wie wirkt das spiralförmige Kostüm auf einem runden Hintergrund, wie das Quadrat? Oder der Farbe: Wie viel Aufmerksamkeit bekommt das Blau vor dem gelben Hintergrund, wie viel das Orange? Welche Operationen sind möglich, eingeschränkt? Was wird im nächsten Teil verändert? Welche Auswirkung hat das auf Formwahrnehmung und Handlungsmöglichkeit?

Auf YouTube sind einige Videos zum Triadischen Ballett verfügbar.

 

VIBES zu Gewalt

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Scrennshot der Seite hinter-tueren.de

In Zusammenarbeit mit dem Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen ist ein online frei zugänglicher Comic erschienen; genauer gesagt, das erste Kapitel. Bis Mitte November werden auch die anderen Kapitel auf hinter-tueren.de veröffentlicht werden.
Die Zeichnerin Isabel Kreitz und der Illustrator Stefan Dinter widmen sich in ihrer Arbeit dem Thema häusliche Gewalt gegen Frauen und sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz mit dem Anliegen das Thema in den Wahrnehmungskreis der Öffentlichkeit zu rücken, aufmerksam zu machen und zu neuen Diskussionen anzuregen.
Einmal mehr wird zum Medium Comic und Illustration gegriffen, um ein unangenehmes Thema besprechbar und einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Mehr Informationen über das Hilfetelefon des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben, das Zeichner-Duo und natürlich den Online-Comic finden Sie hier.

VIBES zur Interpunktion

Bei Wikipedia steht unter „Interpunktion“, dass es sich um „subjektiv empfundene Startpunkte innerhalb eines ununterbrochenen Austausches von Mitteilungen“ handelt. Ununterbrochen ist auch die Linie des Zeichners und Karikaturisten Saul Steinberg im folgenden Video. Diese Linie, die sich immerfort schnurgerade durch das Bild zieht, eröffnet viele neue Perspektiven auf unterschiedlichste Szenen. Nicht nur zeichnerisch ist dieses Video ein Vergnügen, auch spielt es mit den üblichen Sehgewohnheiten und stellt vielleicht auch gerade deshalb die Frage nach Interpunktion beim Begegnen von Bildern und Szenen.

Gast-VIBES

Yin und Yang
Künstler: Rainald Grebe, 2015
Zugabe zum Konzert „Heimspiel im Paradies“ 2015

Ich freue mich sehr über die Gast-VIBES von Hartwig Hansen zur Frage, wo und wie Zusammenhänge gesehen oder festgelegt werden. Ein interessantes und humorvolles Fundstück zum Anregen und Nachdenken über Zusammenhänge – auch (oder gerade?) in systemischen Kontexten.
Zu Rainald Grebe muss ich, denke ich, nichts weiter erklären…

VIBES zur Geschichte, erzählt durch Geschichten

comic-culture-clash„Geschichte wird nur durch Geschichten greifbar“ könnte das Motto für das Vorhaben des Comic Culture Clash sein. Zeichner_innen begegnen in diesem Projekt einem Konflikt aus jeweils zwei Perspektiven, zeichnen die Sichtweisen, die aufeinanderprallen von zwei Standpunkten aus. Die Liste der aktuellen und historischen Konflikte, die im Comic Culture Clash bezeichnet (also, be-zeichnet) werden, ist lang: Assad-syrische Opposition, Russland-Ukraine, Geflüchtete-besorgte Bürger, Kurden-Türkei, nationale Identität-europäische Vereinigung …… u.v.m.

Auf der Website heißt es: „Die Teilnehmer werden in Konfliktpaare unterteilt und sollen die Konfrontation nun auf dem Zeichenbrett austragen. Ob sie sich identifizieren, distanzieren, ironisieren oder einfach nur eine Geschichte erzählen, bleibt ihnen überlassen. Wichtig ist, dass sie sich mit dem Denken und Handeln, der Motivation und den Ängsten “ihrer“ Partei auseinandersetzen. Als grafische Klammer der Comic-Paare soll Inhalt und Format des ersten Panels gleich sein. Ausgehend vom gleichen Setting entwickeln sich die Geschichten dann in unterschiedliche Richtungen und Sichtweisen.“

Mehr Infos auf der Website des Comic Culture Clash. Das Buch ist kostenlos, gegen eine Versandgebühr, bestellbar.

VIBES zur Kommunikation und (fehlender) Wertung

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Screenshot der Website biancoshock-dehoop.com

Die Künstler Biancoshock und de Hoop geben sich gegenseitig Kunst-Aufgaben, die in der Stadt, in der sie gerade verweilen, umgesetzt werden. Die Arbeit des Einen ist dabei eine Reaktion auf die Arbeit des Anderen und steht im Zusammenhang, hat aber gleichzeitig einen anderen Ausgangspunkt. Auf ihrem Blog kann man die Kunst-Kommunikation verfolgen, die in unregelmäßigen Abständen weitergeführt wird.

Vielleicht ein Beispiel wie Kommunikationsbeiträge des Einen vom Anderen als anschlussfähig behandelt und gleichzeitig nicht bewertet werden.