VIBES zur Bedeutung

Musik als Waffe
Dokumentarfilm
Regie: Tristan Chytroschek
Erscheinungsjahr: 2011

Musik ist vermutlich für die meisten Menschen etwas sehr Schönes. Musik als Waffe zeigt die militärische und geheimdienstliche Verwendung von Musik in den USA und wie sich in diesen Kontexten ihre Bedeutung verändert.
Der Film begleitet den Komponisten Christopher Cerf, der für die amerikanische Sesamstraße Kinderlieder geschrieben und vertont hat – und die in Folge zu Verhör- und Folterzwecken genutzt wurden. Cerf macht sich, irritiert von der völlig anderen Bedeutung, die seine Lieder in solchen Kontexten bekamen, auf die Suche nach der unterschiedlichen Wirkung und Bedeutung von Musik.
Der Dokumentarfilm erhielt 2012 den International Emmy.

Ein Film, der vielleicht Fragen aufwerfen kann zur Konstruktion von Bedeutungen und ihren Verantwortlichen.

Hier die Links zur Dokumentation auf YouTube:

Teil 1
Teil 2
Teil 3
Teil 4

VIBES zum Konstruktivismus

Vom 20. bis 27.11. fand die Restorative Justice Week statt, weltweit gab es verschiedene Projekte und im Netz tummelten sich zahlreiche neue Materialien wie Videos und Poster zum Thema. RJ ist konstruktive Begegnung zwischen Täter(n) und Opfer(n), die das Ziel haben die Erzählung der Tat-Geschichte aus den unterschiedlichen Perspektiven zusammenzubringen und somit auch einen gemeinsamen Abschluss der Tat hinzubekommen. Wie ich finde, ein Ansatz, der zeigt wie die Ideen des Konstruktivismus  einen wertvollen Beitrag leisten können Menschen Begegnung zu ermöglichen.

Auf der Seite des TOA-Servicebüros (Täter-Opfer-Ausgleich) heißt es dazu: „Solche Begegnungen, in denen eine konstruktive und heilsame Auseinandersetzung mit teilweise schweren Konflikten (oder gar Lebenskatastrophen) ermöglicht wird, sind einmalige ‚Gelegenheiten um etwas über sich und die Welt zu erfahren, überraschende eigene und fremde Handlungsweisen kennenzulernen, punktuelle Kontakte mit sonst verschlossenen sozialen Welten zu bekommen, Gelegenheiten, um herauszufinden, auf wen man sich verlassen kann […], aber auch, was man sich alles nicht gefallen lassen muss‘ (Heinz Steinert)“

RJ ist nicht unumstritten, dennoch möchte ich hier auf einige englischsprachige Videos aufmerksam machen, von Menschen, die ihre Geschichte mit RJ als sehr wertvoll empfunden haben. Mehr Videos, Links und Infos gibt es z.B. auf der Seite des TOA-Servicebüros.

VIBES zum Neuen im Bekannten

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Screenshot vom ZEIT MAGAZIN online

„Bei dieser Übung geht es darum spontan einen Gegenstand auszuwählen und ihn so lange anzustarren bis durch einen ungewohnten Winkel oder speziellen Lichteinfall et cetera eine neue Bedeutung entsteht, die ich dann in einer einfachen Zeichnung zu enthüllen versuche. Es ist eine Übung des Sehens, und die größte Herausforderung ist, mich von der eigentlichen Funktion des Gegenstandes frei zu machen.“

Christoph Niemann, Illustrator, in einem Interview über die Angst der Kreativen, zu lesen und anzusehen auf ZEIT MAGAZIN-online.

VIBES zu Form, Kontext und Handlung

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Das Triadische Ballett hat eine mythenvolle Entstehungsgeschichte. Auch bezüglichen seiner Autoren und Orte. Eine entscheidende Mitarbeit trug jedoch Oskar Schlemmer, Bauhaus-Maler, mit dessen Namen Das Triadische Ballett eng verknüpft ist. In den 20er Jahren wurde es an unterschiedlichsten Orten und mit der Musik verschiedener Komponisten aufgeführt.
Schlemmers Idee im Tanz die Einschränkung der Bewegung durch Form zu thematisieren, war zu der Zeit neuartig und ist vielleicht auch heute noch irgendwie konträr zur Vorstellungen eines Ballett.
Auf systemVIBES taucht das Ballett deshalb auf, weil es vielleicht die enge Verbindung von Form und möglicher Bewegungsart sowie den Handlungsraum veranschaulicht. Die Figuren agieren in ihrem Formenkostüm in der Art, in der es ihnen möglich ist: vom reinen Raumtanz bis hin zu ausdifferenzierteren Gestentänzen. Auch Interaktionen mit weiteren Form-Tänzern ist mal mehr, mal weniger eingeschränkt. Interessant ist auch die Wirkung der Figurformen im Kontext der Hintergrundform. Wie wirkt das spiralförmige Kostüm auf einem runden Hintergrund, wie das Quadrat? Oder der Farbe: Wie viel Aufmerksamkeit bekommt das Blau vor dem gelben Hintergrund, wie viel das Orange? Welche Operationen sind möglich, eingeschränkt? Was wird im nächsten Teil verändert? Welche Auswirkung hat das auf Formwahrnehmung und Handlungsmöglichkeit?

Auf YouTube sind einige Videos zum Triadischen Ballett verfügbar.

 

VIBES zu Gewalt

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Scrennshot der Seite hinter-tueren.de

In Zusammenarbeit mit dem Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen ist ein online frei zugänglicher Comic erschienen; genauer gesagt, das erste Kapitel. Bis Mitte November werden auch die anderen Kapitel auf hinter-tueren.de veröffentlicht werden.
Die Zeichnerin Isabel Kreitz und der Illustrator Stefan Dinter widmen sich in ihrer Arbeit dem Thema häusliche Gewalt gegen Frauen und sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz mit dem Anliegen das Thema in den Wahrnehmungskreis der Öffentlichkeit zu rücken, aufmerksam zu machen und zu neuen Diskussionen anzuregen.
Einmal mehr wird zum Medium Comic und Illustration gegriffen, um ein unangenehmes Thema besprechbar und einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Mehr Informationen über das Hilfetelefon des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben, das Zeichner-Duo und natürlich den Online-Comic finden Sie hier.

VIBES zur Interpunktion

Bei Wikipedia steht unter „Interpunktion“, dass es sich um „subjektiv empfundene Startpunkte innerhalb eines ununterbrochenen Austausches von Mitteilungen“ handelt. Ununterbrochen ist auch die Linie des Zeichners und Karikaturisten Saul Steinberg im folgenden Video. Diese Linie, die sich immerfort schnurgerade durch das Bild zieht, eröffnet viele neue Perspektiven auf unterschiedlichste Szenen. Nicht nur zeichnerisch ist dieses Video ein Vergnügen, auch spielt es mit den üblichen Sehgewohnheiten und stellt vielleicht auch gerade deshalb die Frage nach Interpunktion beim Begegnen von Bildern und Szenen.

Gast-VIBES

Yin und Yang
Künstler: Rainald Grebe, 2015
Zugabe zum Konzert „Heimspiel im Paradies“ 2015

Ich freue mich sehr über die Gast-VIBES von Hartwig Hansen zur Frage, wo und wie Zusammenhänge gesehen oder festgelegt werden. Ein interessantes und humorvolles Fundstück zum Anregen und Nachdenken über Zusammenhänge – auch (oder gerade?) in systemischen Kontexten.
Zu Rainald Grebe muss ich, denke ich, nichts weiter erklären…